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Thüringer-Trachten-Postkarte No. 25

Wir sind mit unserem Forschungsthema zur Fahnerschen Tracht wieder einen kleinen Schritt weiter gekommen. Frau Ingrid Steiding aus Gierstädt machte uns auf die Thüringer-Trachten-Postkarte No. 25 aufmerksam, die ihr Mann Volker Steiding (†) in seiner viele Jahrzehnte geführten Dorfchronik abbildet. Herzlichen Dank für diesen Hinweis!

Die schöne Karte erschien um 1900 als Lithographie  in einer Serie Thüringer Trachten und zeigt die typische Tracht der Fahnerdörfer, wobei auf ihr lediglich ‚Gegend bei Erfurt‘ vermerkt ist. Die jungen Frauen, alle aus dem Nachbarort Gierstädt, sind von links nacht rechts: Hedwig Zimmermann, Rosa Spittel und Paula Steiding (Großmutter von Volker Steiding).

Als bemerkenswertes Element der hiesigen traditionellen Trachtenkleidung ist die Haube zu werten, die, je nach Stand und Reichtum der Familie, verschiedene Ausmaße und Ausführungen hatte. Die schwarzen Schmuckbänder waren ein Kennzeichen dafür, wie begütert die Familie war. Hier galt: Je länger die Bänder, desto reicher die Familie. Die Hauben waren sehr aufwändig gestaltet und aus edlen Materialien gefertigt. Samt, Seide, verschiedene Metallfäden, gestickte Verzierungen und Straußenfedern waren beliebte Materialien und die Familien ließen sich die Hauben einiges kosten.

Inzwischen hat der Verein eine solche (Kirchen)Haube als Leihgabe von Privat erhalten, die wir in einem der nächsten Beiträge vorstellen werden. Schauen Sie deshalb immer mal wieder rein! Wenn Sie uns ebenfalls mit einem Hinweis zu unserer Trachtenforschung oder einer Leihgabe unterstützen möchten, freuen wir uns über ihre Nachricht an geschichte-grossfahner@web.de. Vielen Dank!

Ihr Verein für Heimatgeschichte Großfahner e.V.