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Uhlich’s Stein

Viele wissen, dass es ihn gibt, doch kaum einer weiß genau, wo er sich befindet und warum er da ist: der Uhlich-Stein. Mit dem stummen Zeugen, gehauen aus Seeberger Sandstein,  ist eine tragische Geschichte verbunden, über die leider nicht mehr allzuviel bekannt ist.

Das verewigte Datum, der 16. November 1839, ist das Todesdatum des vielgeachteten und beliebt gewesenen Rittergutspächters zu Großfahner Heinrich Uhlich. Dieser ist auf einer Jagd im fahnerschen Wald auf „entsetzliche Weise“ ums Leben gekommen. Mündlichen Überlieferungen zufolge, stellte der Pächter Wilderer auf frischer Tat und bezahlte dafür mit dem Leben.

Den Uhlich-Stein, vielfach auch Uli-Stein genannt, zu finden ist schwer, wenn man sich im Wald nicht gut auskennt. Auch eine Wegbeschreibung nutzt da nicht viel. Aber vielleicht ist es auch besser so, dass er tief im Wald verborgen steht.

Die Todesanzeige von Heinrich Uhlich erschien in der Nr. 233 der Gothaischen Zeitung vom 21. November 1839.

Todesanzeige

Todesanzeige für Heinrich Uhlich vom 21. November 1839, Gothaische Zeitung, Nr. 233. Thüringisches Staatsarchiv Gotha.